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Manuelle Lymphdrainage: Für wen sie infrage kommt und wie eine Behandlung abläuft

Sanft und oft missverstanden: Was bei der Manuellen Lymphdrainage passiert, wann sie verordnet wird und was Sie danach beachten sollten.

Wer zum ersten Mal zur Lymphdrainage kommt, ist oft überrascht: Die Griffe sind so sanft, dass man sich fragt, ob da überhaupt etwas passiert. Genau das ist aber gewollt. Wir erklären, warum.

Was ist das Lymphsystem?

Neben den Blutgefäßen durchzieht ein zweites Gefäßsystem unseren Körper: das Lymphsystem. Es transportiert Gewebeflüssigkeit zurück in Richtung Herz und spielt eine wichtige Rolle für die Immunabwehr. Ist dieser Abtransport gestört – etwa nach einer Operation oder einer Verletzung –, kann sich Flüssigkeit im Gewebe stauen. Es entsteht eine Schwellung.

Was passiert bei der Manuellen Lymphdrainage?

Bei der Manuellen Lymphdrainage (MLD) arbeiten wir mit langsamen, rhythmischen und kreisenden Griffen, die nur mit leichtem Druck ausgeführt werden. Die Haut wird dabei sanft verschoben. So soll der Lymphfluss angeregt und die Entstauung des Gewebes unterstützt werden.

Wir beginnen meist nicht direkt an der geschwollenen Stelle, sondern an den zentralen Lymphknoten, zum Beispiel am Hals. Erst dann arbeiten wir uns Schritt für Schritt zur betroffenen Region vor.

Wann wird Lymphdrainage verordnet?

Typische Situationen, in denen Ärztinnen und Ärzte eine Lymphdrainage verordnen, sind:

  • Schwellungen nach Operationen, zum Beispiel nach einem Gelenkersatz am Knie,
  • Schwellungen nach Verletzungen wie einem Bänderriss,
  • primäre und sekundäre Lymphödeme,
  • begleitend bei Lipödemen.

Ob die Behandlung für Sie geeignet ist, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Es gibt auch Situationen, in denen Lymphdrainage nicht angewendet werden darf, etwa bei akuten Entzündungen oder bestimmten Herzerkrankungen.

Wie läuft ein Termin bei uns ab?

Je nach Verordnung dauert die Behandlung 30, 45 oder 60 Minuten. Sie liegen bequem, der Raum ist ruhig, und viele Patientinnen und Patienten empfinden die Behandlung als sehr entspannend. Bei Bedarf legen wir im Anschluss eine Kompressionsbandage an.

Was sollten Sie nach der Behandlung beachten?

  • Trinken Sie ausreichend, zum Beispiel Wasser oder ungesüßten Tee.
  • Tragen Sie Ihre Kompression, falls sie verordnet ist – direkt im Anschluss an die Behandlung.
  • Bewegen Sie sich: Muskelarbeit unterstützt den Lymphfluss. Spaziergänge sind ideal.
  • Vermeiden Sie große Hitze wie Sauna oder heiße Bäder unmittelbar nach der Behandlung.

Lymphdrainage in Heilbronn – auch als Hausbesuch

Die Manuelle Lymphdrainage bieten wir in unserer Praxis in Heilbronn an. Ist auf Ihrer Verordnung ein Hausbesuch vermerkt, kommen wir auch gerne zu Ihnen nach Hause. Alle Informationen finden Sie auf unserer Seite zur Manuellen Lymphdrainage und zu Hausbesuchen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.