Ultraschall- und Elektrotherapie: Wie die Geräte in der Physiotherapie eingesetzt werden
Gel auf der Haut, ein leichtes Kribbeln: Was bei Ultraschall- und Elektrotherapie passiert, wie sich eine Anwendung anfühlt und warum die Geräte vor allem eine Ergänzung sind.
In vielen Physiotherapie-Praxen stehen sie neben der Behandlungsliege: Geräte mit Display, Kabeln und Elektroden. Auch bei uns gehören Ultraschall- und Elektrotherapie zur sogenannten physikalischen Therapie. Was dabei passiert und wie sich das anfühlt, erklären wir hier.
Wichtig vorweg: eine Ergänzung, kein Ersatz
Geräteanwendungen sind in der Physiotherapie meist ein ergänzender Baustein. Im Mittelpunkt stehen in der Regel aktive Übungen und die Behandlung mit den Händen. Ultraschall und Elektrotherapie können diese begleiten – zum Beispiel vor einer Krankengymnastik oder Massage.
Ultraschalltherapie
Was passiert?
Ein Schallkopf gibt Schallwellen in einem Frequenzbereich ab, den wir nicht hören können. Diese Wellen dringen ins Gewebe ein und werden dort teilweise in Wärme umgewandelt; zusätzlich entsteht eine sehr feine mechanische Schwingung.
Wie läuft eine Anwendung ab?
Auf die Haut kommt ein Kontaktgel, damit der Schall gut übertragen wird. Dann bewegen wir den Schallkopf langsam und gleichmäßig über den zu behandelnden Bereich. Die meisten spüren dabei kaum etwas, manchmal eine leichte Wärme. Eine Anwendung dauert in der Regel etwa 10 Minuten.
Wofür wird sie eingesetzt?
Häufig ergänzend bei Beschwerden an Muskeln, Sehnen und Sehnenansätzen. Mehr dazu auf unserer Seite Ultraschalltherapie.
Elektrotherapie
Was passiert?
Bei der Elektrotherapie fließt über Elektroden ein schwacher, genau dosierter Strom durch das Gewebe. Je nach Stromform und Einstellung werden unterschiedliche Ziele verfolgt: Bekannt ist zum Beispiel TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation), die häufig ergänzend bei Schmerzen eingesetzt wird. Andere Stromformen dienen dazu, Muskeln zu aktivieren.
Wie fühlt sich das an?
Wir legen Elektroden – zum Beispiel Saugelektroden oder Klebeelektroden – auf die Haut und regeln die Intensität langsam hoch. Typisch ist ein Kribbeln oder Prickeln; bei manchen Stromformen spüren Sie ein leichtes Zucken der Muskulatur. Unangenehm oder schmerzhaft sollte es nicht sein – sagen Sie uns bitte sofort Bescheid, dann passen wir die Einstellung an. Eine Anwendung dauert meist etwa 10 Minuten.
Mehr dazu auf unserer Seite Elektrotherapie.
Wann Ultraschall und Elektrotherapie nicht infrage kommen
Vor der ersten Anwendung fragen wir nach möglichen Gegenanzeigen. Dazu gehören unter anderem ein Herzschrittmacher oder andere elektronische Implantate (bei der Elektrotherapie), eine Schwangerschaft im Behandlungsbereich, Metallimplantate im Behandlungsgebiet, akute Entzündungen, Fieber, Tumorerkrankungen im Behandlungsbereich, Thrombosen sowie Haut- oder Empfindungsstörungen an der Behandlungsstelle. Bitte informieren Sie uns, wenn eines davon auf Sie zutrifft oder Sie unsicher sind.
Kosten
Ultraschall- und Elektrotherapie können ärztlich als ergänzende Heilmittel verordnet werden. Als Selbstzahlerleistung finden Sie beide Anwendungen in unserer Preisliste. Häufig kombinieren wir sie mit Krankengymnastik oder einer Massage.
Fragen? Rufen Sie uns an unter +49 7131 2756500 oder fragen Sie Ihren Termin online an.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.