Krankengymnastik: Was in der Behandlung passiert und warum Sie selbst aktiv werden
„KG“ steht auf fast jeder Verordnung – doch was passiert eigentlich in einer Krankengymnastik-Stunde? Ablauf, typische Inhalte und warum die Übungen zu Hause so wichtig sind.
Auf vielen Verordnungen steht ein unscheinbares Kürzel: KG. Dahinter verbirgt sich die Krankengymnastik – das wohl häufigste Heilmittel in der Physiotherapie. Viele Patientinnen und Patienten wissen trotzdem nicht so recht, was sie erwartet. Massage? Gymnastik? Oder beides? Hier erklären wir, wie eine Krankengymnastik-Behandlung bei uns abläuft.
Was ist Krankengymnastik?
Krankengymnastik ist eine aktive Bewegungstherapie. Ziel ist es, die Funktion des Körpers zu verbessern – also zum Beispiel die Beweglichkeit eines Gelenks, die Kraft einer Muskelgruppe, die Koordination oder die Belastbarkeit im Alltag. Anders als bei einer Massage stehen Sie dabei nicht nur auf der Liege: Sie arbeiten selbst mit.
Eingesetzt wird Krankengymnastik zum Beispiel bei Rücken- und Nackenbeschwerden, nach Verletzungen und Operationen, bei Gelenkbeschwerden oder nach längerer Krankheit.
So läuft eine Behandlung ab
Am Anfang steht der Befund
Beim ersten Termin nehmen wir uns Zeit für ein Gespräch und eine Untersuchung: Wo liegen die Beschwerden? Was fällt im Alltag schwer? Wie beweglich sind die Gelenke, wie kräftig die Muskeln? Daraus entsteht gemeinsam mit Ihnen ein Ziel – etwa wieder schmerzarm Treppen steigen, die Arme über den Kopf heben oder eine längere Strecke gehen.
Die Therapieeinheit
Je nach Befund kombinieren wir verschiedene Elemente:
- Passive und assistive Techniken, bei denen wir Gelenke sanft bewegen oder Sie bei einer Bewegung unterstützen
- Aktive Übungen zur Kräftigung, Stabilisation und Koordination
- Dehnung verkürzter Muskulatur
- Alltagstraining: Bewegungen, die Sie wirklich brauchen – Aufstehen, Bücken, Heben, Tragen
- Anleitung zum Üben zu Hause
Ihr Übungsprogramm
Am Ende jeder Behandlungsserie – oft auch schon früher – bekommen Sie ein überschaubares Übungsprogramm für zu Hause. Wenige, gut erklärte Übungen sind dabei besser als eine lange Liste, die nach einer Woche in der Schublade liegt.
Warum die Übungen zu Hause so wichtig sind
Eine Verordnung umfasst meist sechs Behandlungen à etwa 20 Minuten. Das ist ein guter Start – aber Muskeln, Sehnen und Gelenke passen sich nur an, wenn sie regelmäßig gefordert werden. Was Sie zwischen den Terminen tun, ist deshalb mindestens genauso wichtig wie die Zeit bei uns.
Unsere Tipps:
- Feste Zeit einplanen: zum Beispiel morgens nach dem Zähneputzen oder abends vor den Nachrichten.
- Klein anfangen: Zehn Minuten täglich sind wertvoller als eine Stunde am Wochenende.
- Nachfragen: Ist eine Übung unklar oder unangenehm, sprechen Sie uns beim nächsten Termin an.
Was Sie mitbringen sollten
Bequeme Kleidung, in der Sie sich gut bewegen können, ein großes Handtuch, Ihre Verordnung und die Versichertenkarte. Mehr dazu in unserem Beitrag Ihr erster Termin in der Physiotherapie.
Krankengymnastik bei Bodylino Physio
Krankengymnastik bieten wir für gesetzlich Versicherte mit Verordnung, für Privatversicherte und für Selbstzahler an. Alle Details zu Inhalten und Kosten finden Sie auf unserer Seite Krankengymnastik in Heilbronn und in der Preisliste. Wie eine Verordnung funktioniert, erklärt unser Beitrag Physiotherapie auf Rezept.
Sie haben eine Verordnung? Fragen Sie Ihren Termin online an oder rufen Sie uns an: +49 7131 2756500.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.